Das Glockengeläut

Am ersten Sonntag der Festwoche zur 800-Jahrfeier der Gemeinde Oeslau am 8. Juli 1962 wurde das neue Geläut unserer Kirche in einem Festgottesdienst geweiht.
Zu den beiden vorhandenen Glocken kam eine große, tiefere Glocke hinzu. Es war der besondere Wunsch der Kirchengemeinde, mit der Schaffung einer dritten Glocke für die kommenden Zeiten ein lebendiges Zeichen der Liebe und des Dankes zu stiften. In großer Opferfreudigkeit wurden die Kosten für die Beschaffung der großen Glocke und den Umguss der beiden bereits vorhandenen Glocken aufgebracht.
So oft die
Glocken zum täglichen Gebet und zum Gottesdienst rufen, soll die bleibende Liebe zu allen Opfern der Kriege mitschwingen. Sie sollen aber auch uns an die Verantwortung mahnen, mit allen Kräften den Frieden zu erhalten:

    Die kleine Glocke
    "Niemand hat größere Liebe denn die, dass er sein
    Leben lässt für seine Freunde." (Joh. 15/13)
    A.D. gestiftet zum ehrenden Gedächtnis meines
    lieben Sohnes, des Leutnants Arno Walther, gefallen
    bei Coumières am 12. April 1916 von Johann Walther.
    Umgegossen 1962.
    So klinge ich!

    Die mittlere Glocke
    "Bekümmert euch nicht, denn die Freude am Herrn ist
    eure Stärke".
    Umgegossen unter der Regierung des Herzogs Ernst II.
    1863 und zur 800-Jahrfeier 1962.
    So klinge ich!
    Die große Glocke
    "Ich werde nicht sterben sondern leben und des Herrn
    Werke verkündigen".
     (Psalm 118/17)
    Zum Gedächtnis an die Gefallenen und Vermissten der
    beiden Kriege zur 800-Jahrfeier 1962.
    So klinge ich!

 So klingen wir Drei zusammen!

Tonaufnahmen (am 16. Januar 2014): Christopher Fritze